Bestellsoftware

Online-Bestellsoftware für Restaurants: Funktionen, Kosten & Anbieter (2026)

Eine eigene Online-Bestellsoftware ist für Restaurants zum Standard geworden. Doch die Angebote unterscheiden sich stark - von kostenfreien Marktplätzen mit hohen Provisionen bis zu eigenständigen Systemen mit fester Monatsgebühr. Dieser Leitfaden zeigt, welche Funktionen wirklich zählen, womit Sie rechnen müssen und wie Sie den passenden Anbieter finden.

Was ist eine Online-Bestellsoftware?

Online-Bestellsoftware ist das digitale Bestellsystem, über das Ihre Gäste Speisen und Getränke bestellen - für Lieferung, Abholung (Takeaway) oder zunehmend auch direkt am Tisch. Sie umfasst den Bestellshop für den Gast, die Annahme im Betrieb (am Bildschirm oder per Bondrucker) und die Verwaltung von Speisekarte, Öffnungszeiten und Bestellungen im Hintergrund.

Der entscheidende Unterschied liegt im Geschäftsmodell. Bei Lieferplattformen wie Lieferando oder Uber Eats nutzen Sie deren Marktplatz und zahlen pro Bestellung eine Provision. Bei einer eigenen Bestellsoftware betreiben Sie Ihren eigenen Shop unter Ihrer Marke und zahlen eine feste Gebühr - die Bestellungen und die Kundendaten gehören Ihnen.

Welche Funktionen sind wirklich wichtig?

Nicht jede Funktion auf einer Featureliste ist im Alltag relevant. Auf diese Kernpunkte kommt es an:

1. Eigener Bestellshop mit Ihrer Marke

Der Shop sollte unter Ihrer eigenen Domain laufen, Ihr Logo und Ihre Farben tragen und sauber auf dem Smartphone funktionieren - dort entstehen die meisten Bestellungen. Wichtig sind eine übersichtliche Speisekarte, Varianten und Beilagen (z. B. Pizzagrösse, Extras) sowie klare Liefer- und Abholzeiten.

2. Zahlung und Abwicklung

Kartenzahlung und TWINT sollten reibungslos integriert sein, idealerweise mit der Option, bei Abholung bar zu zahlen. Achten Sie darauf, dass Bestellungen automatisch in der Küche oder am POS landen und nicht manuell abgetippt werden müssen.

3. Lieferzonen und Mindestbestellwert

Wer liefert, braucht definierbare Liefergebiete (nach Postleitzahl oder Radius), Liefergebühren und Mindestbestellwerte. Ein häufiger Fehler: Mindestbestellwerte werden nur in der Oberfläche geprüft, aber nicht serverseitig erzwungen - dann rutschen Bestellungen unter dem Limit durch.

4. Treueprogramm und Stammkundenbindung

Gerade weil Sie die Kundendaten selbst besitzen, lohnt sich ein integriertes Treueprogramm. Punkte, Gutscheine und gezielte Aktionen bringen Gäste zurück - ohne dass Sie für jeden Besuch erneut Provision oder Werbung zahlen.

Was kostet eine Online-Bestellsoftware?

Die Kostenfrage entscheidet sich am Modell. Zwei Varianten dominieren den Markt:

  • Provisionsmodell (Marktplätze): keine oder geringe Grundgebühr, dafür 12-30 % Provision je Bestellung. Bei einem durchschnittlichen Lieferumsatz von 20'000 CHF im Monat sind das schnell 4'000-6'000 CHF - jeden Monat, dauerhaft.
  • Fixpreis-Modell (eigene Software): eine feste Monatsgebühr, oft im Bereich von 80 bis 200 CHF je nach Funktionsumfang und Anzahl Filialen. Zahlungsgebühren des Payment-Anbieters kommen getrennt hinzu, sind aber transparent.

Die Faustregel: Sobald Sie regelmässig Bestellungen erhalten, ist das Fixpreis-Modell günstiger, weil Ihre Kosten nicht mit dem Umsatz mitwachsen. Jeder zusätzliche Franken Umsatz bleibt bei Ihnen. Einen detaillierten Überblick zu den Stufen finden Sie auf unserer Preisübersicht.

Anbieter vergleichen: worauf achten?

Beim Vergleich verschiedener Systeme helfen ein paar nüchterne Prüfsteine:

  • Wem gehören die Kundendaten? Nur wenn Sie die Daten besitzen, können Sie Stammkunden gezielt ansprechen.
  • Ist das System mehr als ein Shop? Integration mit Kasse (POS), QR-Code-Bestellung und Treueprogramm spart doppelte Pflege.
  • Wie transparent sind die Kosten? Versteckte Setup- oder Transaktionsgebühren machen günstige Tarife teuer.
  • Wie schnell ist der Support erreichbar? Im Servicebetrieb zählt jede Minute - Support in Landessprache ist ein klarer Vorteil.
  • Funktioniert es offline-tolerant? Gerade am POS darf eine kurze Internetstörung den Betrieb nicht lahmlegen.

Eigene Bestellseite vs. Marktplatz

Viele Restaurants stellen sich nicht die Frage "Software ja oder nein", sondern "eigene Bestellseite oder Marktplatz". Beide haben unterschiedliche Stärken, und oft ist eine Kombination sinnvoll.

Der Marktplatz

Plattformen bringen Reichweite und neue Gäste, die das Lokal sonst nicht gefunden hätten. Der Preis dafür ist hoch: Provision pro Bestellung, kein Zugriff auf die Kundendaten und der Gast bleibt Kunde der Plattform. Als reines Neukunden-Schaufenster kann ein Marktplatz dennoch seinen Platz haben.

Die eigene Bestellseite

Die eigene Bestellsoftware kostet eine feste Gebühr, dafür gehören Umsatz und Kundendaten Ihnen. Sie eignet sich besonders für Stammgäste, die ohnehin wiederkommen. Eine ausführliche Gegenüberstellung der Kosten finden Sie im Artikel provisionsfrei statt Lieferando.

Online-Bestellsoftware als Teil eines Gesamtsystems

Eine Bestellseite allein ist gut - ihr voller Nutzen entsteht aber erst im Verbund mit den übrigen Bausteinen des Betriebs. Wenn Online-Bestellungen automatisch im Kassensystem landen, wenn am Tisch per QR-Code dieselbe Speisekarte bestellt wird und wenn Treuepunkte über alle Kanäle hinweg zählen, entfällt jede Doppelpflege. Genau diese Durchgängigkeit beschreibt der Bestellsystem-Guide im Detail. Achten Sie bei der Auswahl deshalb nicht nur auf den Bestellshop, sondern darauf, wie gut er sich in Kasse, Tischbestellung und Stammkundenbindung einfügt.

Wie DishButler das löst

DishButler ist eine komplett provisionsfreie Online-Bestellsoftware aus der Schweiz. Sie erhalten einen eigenen Bestellshop unter Ihrer Marke, auf Wunsch eine eigene App, und alles ist mit Kassensystem, QR-Code-Bestellung und Treueprogramm in einer Plattform verbunden. Statt Provision zahlen Sie eine feste Monatsgebühr - der Umsatz bleibt vollständig bei Ihnen. Mehr Details zur Bestellseite finden Sie unter Online bestellen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Online-Bestellsoftware für ein Restaurant?

Marktplatz-Modelle kosten keine Grundgebühr, dafür 12-30 % Provision pro Bestellung. Eigene Bestellsoftware läuft meist über eine feste Monatsgebühr (häufig 80-200 CHF). Bei nennenswertem Bestellvolumen ist das Fixpreis-Modell deutlich günstiger, weil die Kosten nicht mit dem Umsatz steigen.

Brauche ich eine eigene App oder reicht eine Bestellseite im Web?

Für den Start reicht eine mobiloptimierte Bestellseite mit eigener Domain. Eine native App lohnt sich, wenn Sie Stammkunden über Push-Nachrichten erreichen und ein Treueprogramm fest verankern wollen. Gute Software bietet beides aus einem System.

Wie lange dauert die Einrichtung?

Wenn die Speisekarte vorliegt, ist eine Bestellsoftware in der Regel in wenigen Tagen startklar - inklusive Speisekarte, Zahlungsanbindung und Design. Komplexere Setups mit mehreren Filialen brauchen entsprechend länger.

Werden Kartenzahlung und TWINT unterstützt?

Eine moderne Online-Bestellsoftware bindet gängige Zahlungsmethoden an: Kreditkarte, TWINT, teils Rechnung sowie Barzahlung bei Abholung. Achten Sie auf transparente Zahlungsgebühren, die getrennt von der Software-Gebühr ausgewiesen werden.

Bereit für ein provisionsfreies System?

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